Akupunkturtherapie

Die Akupunktur wird bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, bei Migräne und internistischen Erkrankungen eingesetzt.

Nach der Vorstellung der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) ist ein lebender Organismus als gesund zu bezeichnen, wenn die Lebensenergie (QI) ungehindert und in einem harmonischen Fluss sich bewegen kann und im Spannungsfeld zwischen Yin und Yang aufbaut. Diese Lebensenergie zirkuliert in einem gesunden Körper über die Meridiane.

Dieses Meridiansystem ist ein eigenständiges System und nicht vergleichbar mit dem Gefäß- oder Nervensystem unserer westlichen Medizin. In einem Krankheitsfalle geht man davon aus, dass der Energiefluss im Meridian stockt, bzw. behindert wird. Durch die Akupunkturbehandlung an bestimmten energetischen Punkten dieser Meridiane ist es möglich, den Energiefluss wieder in Gang zu bringen oder abzuschwächen.

Bei der Ohrakupunktur kommt es durch Nadelung an bestimmten Akupunkturpunkten zu reflexartiger Umschaltung in die Schmerzzentren des Gehirns (Thalamusgebiet). Anders als bei der Körperakupunktur handelt es sich hier ausschließlich um Reaktionspunkte, die sich nur im Falle einer Funktionsstörung eines korrespondierenden Organes nachweisen lassen und dann durch Nadelung therapeutisch aktiviert werden. Um Langzeiteffekte z. B. bei Migräne, Allergien oder Tinnitus zu erzielen ist es möglich, Dauernadeln zu legen. Sie bleiben für 8-10 Tage im Ohr und können dann problemlos wieder entfernt werden