Arthroskopie

Der Begriff bedeutet Betrachtung eines Gelenkes von innen. In den vergangenen Jahren sind die optischen Sonden und die Kamerasysteme laufend verbessert worden. Heute wird die Arthroskopie vorwiegend am Knie- und Sprunggelenk sowie der Schulter und dem Handgelenk durchgeführt, aber auch das Ellbogen- und Fingergelenke lassen sich mit speziellen Arthroskopen (optischen Sonden) untersuchen. Das Arthroskop ist eine optische Sonde mit einem Durchmesser von etwa 2,0-4,0 mm

Durch einen kleinen Hautschnitt wird die Sonde in das Gelenk eingeführt. Durch den Instrumentenschaft kann dann das Gelenk mit Flüssigkeit aufgedehnt werden um einen guten Überblick zu bekommen; zusammen mit der speziellen Weitwinkeloptik ist eine Übersicht wie im Aquarium möglich. Durch einen zweiten Zugang kann dann mit ebenfalls sehr dünnen Instrumenten, die zum Teil motorgetrieben sind, der Schaden im Gelenk beseitigt werden.

Kniegelenksarthroskopie:
Am häufigsten ist die Meniskusresektion am Kniegelenk, aber auch Entfernung von freien Gelenkkörpern oder Knorpelglättungen sind möglich. Der Eingriff erfolgt ambulant in Narkose.

Nach der Operation sind für ca. 1 Woche Gehhilfen erforderlich, wobei das operierte Bein mit etwa 20 Kilogramm belastet werden darf. Eine krankengymnastische Übungsbehandlung ist nicht routinemäßig erforderlich. Wir führen in unserer Praxis Knie- und Sprunggelenksarthroskopien durch.

Handgelenksarthroskopie:
Gelenk- und Knorpelschäden werden lokalisiert und beispielsweise durch Glättung oder Anbohrung zu Anregung von Knorpelbildung behandelt. Ähnlich Meniskusrissen am Kniegelenk können Einrisse des sogenannten Diskusapparates genäht oder teilentfernt und geglättet werden.

Das Instrumentraium ist der Enge des Raumes angepasst und hat einen Durchmesser von meist 2,0-2,4 mm. Auch die Entfernung günstig gelegener Ganglien ist so möglich. Bei Rheumaerkrankungen kann entzündete Gelenkinnenhaut schonend entfernt werden. Nach der Operation ist meist eine Ruhigstellung unnötig. (Abb. Handgelenksarthroskopie)